Tanzwut – Weiße Nächte

Tanzwut – Weiße Nächte

Ein neues Album von Tanzwut. Seit dem Jahre 2006 und der damals veröffentlichten Scheibe „Schattenreiter“ mussten die Fans warten. Tanzwut, Weisse Nächte, Cover

Aktuell gab es in diesem Jahr mit „Morus et Diabolus“ schon ein mittelalterliches Akustikalbum und nun wird mit „Weiße Nächte“ das nächste Kleinod der Berliner Band in die Läden gelangen.

Es gab viele Veränderungen und Probleme innerhalb der Band in den letzten Jahren. Auch hier ist sicherlich einer der Gründe für die lange Wartezeit zu suchen. Aber nun sind sie wieder da! Neu formiert um, den immer präsenten Frontmann Teufel, präsentieren sich die sieben Mannen mit ihrem typischen Stil auf „Weiße Nächte“.

Typischer Stil? Der Gesang Teufels ist nach wie vor der gleiche geblieben, was nicht zuletzt daran liegt, das seine Stimme nicht ganz so facettenreich sein mag, wie vielleicht die von anderen Kollegen der Szene. Aber schlecht ist das mitnichten.

Die Arrangements sind durchweg ruhiger gehalten, zumindest im direkten Vergleich zum letzten Album und einen wirklichen musikalischen Höhepunkt gibt es auf „Weiße Nächte“ nicht. Dudelsäcke und E-Gitarren sind vorrangig hörbar. Diese Mischung aus Mittelalter und Industrial passt erstaunlich gut, auch wenn der ein oder andere alteingesessene Fan die elektronischer anmutenden Vorgänger-Alben vielleicht ein weniger lieber mochte. 

Musikalisch gesehen fällt keines der Stücke aus dem Rahmen. Es finden sich 12 „Kracher“ auf der Scheibe, die man sich durchweg gut anhören und dazu abrocken kann.

Tracklist:
1. Weiße Nächte
2. Wie Phönix aus der Asche
3. Gift
4. Bei dir
5. Ein wahrer Spielmann
6. Rückgratreißer
7. Du bist nicht Gott
8. Wenn der letzte Vorhang fällt
9. Folge deinem Herzen
10. La filha dau ladre
11. Königin der Nacht
12. Pest und Teufel

Ein paar Mal sind Tanzwut noch in diesem Jahr live zu sehen und zu erleben. Und dies ist ein Spektakel, bei welchem es sich immer lohnt, dabei zu sein. Denn live sind die Jungs auch in der neuen Besetzung einfach nur gut!

KvK

 

Dunkelschön – Zauberwort 2

Wer die dunkelschönen kleinen Barden mit dem natürlichen Charme von ihren ersten Alben in Erinnerung hat, wird sich wundern, was daraus geworden ist!
Was nach Ihrer Tour mit „Subway to Sally“ im letzten Winter schon zu erwarten war, klingen sie nunmehr eher wie eine deutsche Hardrock- Kombo aus den 70er Jahren. Sie selber ordnen sich anscheinend unter Mittelalterrock ein, wobei ich auf dieser CD eigentlich nichts wirklich Mittelalterliches erkennen kann, außer eventuell noch das alte bretonische Lied: „Tri Martolod“.Diese traditionelle Melodie und Text wurden gekonnt in ein fetziges Rockkorsett verpackt, ohne dem Lied seine Ursprünglichkeit zu nehmen.
Auch bemerkenswert finde ich die Vertonung mit E-Gitarren und Schlagzeug von guter alter deutscher Lyrik, wodurch so mancher Kulturbanause durch die gut verständlich gesungenen Texte jetzt doch noch literarisch gebildet wird. Wobei Joseph von Eichendorff mit seinem „Zauberwort“ und „Es war“ aus dem 19. Jhdt, nämlich der „Deutschen Romantik“ stammt und Rainer Maria Rilke mit seinem „Spielmann“ aus den Anfängen des 20. Jhdts, dem deutschen literarischem Jugendstil.
-Also nicht aus dem Mittelalter!
Aber da die Mittelalterszene nur dem Mittelalter nachempfunden ist, ist der Fantasie dabei wohl keine Grenze gesetzt.
In diesem Stil sind auch die anderen, selbstverfassten Texte des 5. Albums von Dunkelschön. In bilderreicher feiner Sprache fangen sie schöne oder melancholische Momente und Stimmungen des Lebens (durchaus auch heute noch gültig) auf eine sehr romantische Art und Weise ein. Die beiden Rockröhren Vanessa Istvan und hauptsächlich Michael Kaiser haben diese sentimentalen Gedichte so laut und rockig vertont, dass sie den, von dem Einem oder Anderem empfundenen Touch von Kitsch, verlieren.
Die Instrumente Drehleier und Flöte und diese drei ruhigeren Songs erinnern noch an die „alten“ Dunkelschönen:
„Spielmann-lyrisch“, „Mutter“ und „Es war“.
Dabei wurden dann nur akustische Instrumente verwendet. Wobei das Interessante ist, das „Spielmann“ gleich zweimal vertont wurde: Einmal als Track 3 in reinstem Metal mit rhythmisch dröhnendem Schlagzeug und E-Gitarren und einmal als Track 7 mit Vogelgezwitscher und nur leisen Lautenklängen und Gesang.
Man spürt die deutliche Weiterentwicklung dieser Gruppe. Angefangen erstmals barfuß auf kleinen Mittelalterbühnen haben sie das Publikum mit Vanessas natürlicher frisch-fröhlicher Ausstrahlung auf Anhieb für sich gewinnen können, um nun als vielversprechende professionelle Band ein facettenreiches Programm von Rock bis Folk darzubieten. Jetzt verzaubern sie nicht nur den stilleren Zuhörer, sondern auch tanzwütige Metalfans mit dem „Zauberwort“.
Vanessas kräftige und charismatische Gesangsstimme und Flötenspiel wurden bei diesem Album unterstützt wie immer
von Bandleader Michael Kaiser, der fast alle Melodien und auch die lyrischen Texte verfasste und sie mit Gesang, Nyckelharpa, Drehleier, Harfe und E-Gitarre begleitete,
ausserdem von Monika Klöpfel mit ihrem Cello,
Nicolas von Stolzmann mit Gitarren und Bouzouki,
Christian Wittkopf mit Davul und Percussions,
Bernie Horn am Bass
und dem fetzigen Drummer André Straub

Zauberwort
Track
1. Zauberwort
2. Golden
3. Spielmann
4. Flügelschlag
5. Im Namen der Rose
6. Tri Martolod
7. Spielmann-lyrisch
8. Mutter
9. La Nuit
10. Es war

Als Zugabe werden auf der CD noch 2 Videos mitgeliefert:
Live-Konzertmitschnitte von
1. Zauberwort
2. Spielmann

CD -Release: 19.August 2011 (Screaming Banshees/Alive)
Live: 20.August -Burgfolk, Schloss Broich Mülheim

www.dunkelschoen-musik.de

Michaela, die Nebelkrähe

Dunkelschön – Zauberwort

Noch 5 Tage -dann erscheint das fünfte Album von Dunkelschön.

„Zauberwort“ heißt es und es hat, nach „Katharsis“, zwei Jahre gebraucht, bis wir es endlich zu hören bekommen.

„Celtic-Medieval-Folk“ nennen Dunkelschön ihre Musik. Das neue Album ist musikalisch eher etwas kräftiger, wenn auch immer noch mit sehr vielen lyrischen Passagen durchsetzt. Schlagzeug und E-Bass lassen das neue Album der Franken sehr anders klingen als die Vorgänger-Alben. Der Mittelalter-Rock hat also auch Dunkelschön erreicht. Und er ist gut hörbar!
Das Stück „Spielmann“ ist gleich zweimal auf der Scheibe vertreten, einmal in einer schwungvollen und gitarrenlastigen Version und einmal in einer sehr ruhigen, lyrischen Variante. Dies gefällt außerordentlich gut, zeigt es doch wie individuell die Band doch sein kann.

Alles in allem und trotz der rockigen Stücke, kann man sich auch bei „Zauberwort“ dem Eindruck nach wie vor nicht entziehen, sich auf einer Fußgängerzone zu befinden und beschwingten Weisen zu lauschen. So z. B. beim Titelsong „Zauberwort“, „Tri Martolod“ oder eben „Spielmann“. Und die Art, Songs genau so zu interpretieren, machen Dunkelschön eben aus.

Sehr viel ruhigere Stücke hören wir in „Mutter“, „Es war“ und „Im Namen der Rose“. Sie sorgen dafür, dass das Album insgesamt sehr abwechslungsreich ist.

Fans der Mittelaltermusik werden bei diesem Album voll auf ihre Kosten kommen. Jedes Lied für sich ist ein Kunstwerk, wunderbar arrangiert, aber auch nicht außergewöhnlich. Trotz allem ein Muss für jeden Dunkelschön-Fan und jene, die es werden wollen.

Trackliste:
01. Zauberwort
02. Golden
03. Spielmann
04. Flügelschlag
05. Im Namen der Rose
06. Tri Matolod
07. Spielmann Lyrisch
08. Mutter
09. La Nuit
10. Es war

KvK

Die Streuner „Hurra Na Endlich“

Wie schon auf dem Cover ersichtlich ist das neue Streuner-Album eine bunte Sammlung von Sauf-und Trinkliedern.
Aber wider Erwarten ist es nicht nur lautes Dudelsackgeschrammel mit Gegröle über Wein, Weib und Gesang, sondern hat auch durchaus melodisch klingende Stücke zu bieten.
Dazu gehört vor allem das sehr schöne altbretonische Lied „Dans les prisons de Nantes“. Aber auch altes deutsches Liedgut, bzw Gossenhauer gibt es zu hören, wie „Die Schleifer von Paris“ mit dem Refrains „Ritzibi, Ritziba, Ritzibum“ (was sich erst irrtümlicherweise wie ein Kinderlied anhört). Alte deutsche Texte wurden neu vertont, wie „Das Teufelswirtshaus“ von Wilhelm Busch und „Es wollt ein Jäger jagen“ aus dem Jahre 1516 oder von Christoph Friedrich Wedekind „Krambambuli“, dass dem Wacholderlikör gewidmet ist.
Abgerundet wird die bunte Mischung von Tavernenliedern von einigen
selbstverfassten Stücken im mittelalterlichem Stil über mehr oder minder züchtige Weiber und immer wieder über ausufernde Saufgelage…
Na denn, auf Euer Wohl!

Die Streuner sind allesamt schon in Kindesalter durch ihre Eltern mit Musik in Kontakt gekommen.
1998 kam Carsten Hickstein , alias „Pinto, der Schläfer“ (Laute, Chalmeau, Gesang) über Miriam Petzold zu den Streunern.
Miriam Petzold,alias „Der Rabe“ (Violine, Schellen, Gesang), behauptet sich als einzige Frau in der Band. Sie gründete 1993 mit Roland Kempen, alias „Romóta Poras-Chevalier“ (Laute, Schellen, Gesang) „Die Streuner“.
Seit 2002 ist auch Charles Matthew Rouse dabei, alias „Matti, der Angelsachse“ (Violine, Percussion, Gesang).
Und zu guter Letzt gehört auch Martin Seifert zu den Streunern.(Laute, Chalumeau, Gesang).Hurra,Na Endlich

 

Hurra na endlich

Track
01. Das Teufelswirtshaus
02. Es wollt ein Jäger jagen
03. Dans les prisons de Nantes
04. Krambambuli
05. Die Schleifer aus Paris
06. Cape Verde
07. Nein, nein, nein, nein
08. Gotta get it home
09. Das arme Schornsteinfegerlein
10. The Glenside Polka
11. Egal
12. Warum
13. Who’s gonna say
14. Wir werden saufen heute Nacht
15. Des Zechers Heimkehr
16. Trink ich Bier oder Wein

Release Date 19.08.2011

www.streuner.de

Michaela, die Nebelkrähe

Tanzwut „Morus et Diabolus“

„Der Narr und der Teufel“ lautet die Übersetzung des Titels aus dem Lateinischen. Gemäß diesem Motto fängt die neue Akustik-CD von Tanzwut mit dem „Teufelsstampf“ an, führt fort u.a. mit dem „Tanz der Gaukler“ und endet mit „Hymnus Codex Gigas“, einer Hymne an den Codex Gigas..
„Nach einer Legende wurde der Kodex von einem Mönch geschrieben, der wegen Ungehorsams verurteilt worden sein soll, lebendig eingemauert zu werden. Damit ihm diese harte Strafe erlassen werde, versprach er, zur Lobpreisung des Klosters in einer einzigen Nacht ein Buch zu schreiben, das das gesamte menschliche Wissen enthalten sollte. Nahe Mitternacht erkannte er, dass er diese Aufgabe nicht allein erledigen konnte und verkaufte dem Teufel seine Seele. Der Teufel vervollständigte das Manuskript, und der Mönch fügte das Bild des Teufels hinzu, um so auf den wahren Autor hinzuweisen.“
Ausserdem gibt es noch „La Filha Dau Ladre“ zu hören, ein altes provenzalisches Lied aus dem 13.Jahrhundert von einem Mädchen, dem im Olivenhain ein schöner Ritter begegnet; es ist das einzige Stück mit Gesang, gesungen im Chor.
„Como Poden“ ist ein altes Loblied für die Jungfrau Maria, die einen bislang schlechten Menschen geheilt hat.
Der „Heiduckentanz“, ein Sodatentanz erscheint in der ungarischen Geschichte erstmals in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, den „Heiducken“ in Begleitung von Geigen, Trompeten und Dudelsäcken vorführten.
Der „Totentanz“ lädt mit seinem rhytmischem Trommeln wahrhaft zum Tanzen ein.
Mit „Skudrinka“ einem traditionellem macedonischem Volkstanz, „Chanconeta Tedesca“, und „Danse Bretone“, dem melancholisch klingendem bretonischem Tanz, ziehen die teuflischen Gaukler und Spielleute einmal quer durch Europa mit ihren Dudelsäcken und Trommeln.
Ganz ungewohnt bisher von der Mittelalter-Rockband Tanzwut führt uns dieses Akustikalbum wieder zurück zu den keltischen Wurzeln der heutigen „Mittelaltermusik“. Diese Musik könnte auch auf einem traditionellem Celtic-Folk Festival in der Bretagne erklingen.
Erstmalig war „Morus et Diabolus“ aber auf dem Ritterturnier in Kaltenberg zu hören.

Michaela, die Nebelkrähe
Tanzwut

Morus et Diabolus

Track
01 Teufelsstampf
02 Albabnischer
03 Heiduckentanz
04 Skudrinka
05 Totentanz
06 Danse Bretone
07 Chanconeta Tedesca
08 La Filha Dau Ladre
09 Tanz der Gaukler
10 Como Poden
1 Hymnus Codex Gigas

Violet Tribe Grand Hotel

„Cinnamon Star“, alias Bianca Stücker ist Gründerin und Frontfrau von The Violet Tribe . Sie ist Produzent, Texter und Komponist der neuen CD Grand Hotel.
Das Allroundtalent Bianca Stücker arbeitete schon als Schriftstellerin, Musikerin, DJ, Hinterhoftätowiererin, als Chorleiterin, im Musikladen, bei der Zeitung und als Dozentin für orientalischen Tanz. Nebenbei studierte sie viele Jahre lang Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Geschichte und legte ein Kirchenmusikexamen ab.
2007 erschien ihr Debütroman Schaulaufen für Anfänger im Fischertaschenbuchverlag.
Frau Stücker hat schon an vielen Sorten Musik mitgewirkt, die man sich anhören und auch kaufen kann:
THE VIOLET TRIBE. the violet tribe’s ravishing collection of curios. Äquinoxe records/alive 2010.
VIOLET. modern life. Äquinoxe records/alive 2009.
VaNi. straßenunterhaltung. e-noxe/alive 2007.
VIOLET. the book of eden. music inspired by kai meyer’s „das buch von eden“. Äquinoxe records/alive 2007.
VIOLET. omnis mundi. costbar/brokensilence 2002.
VIOLETTA. mandra mea. autogramrecords/brokensilence 2005.

Ebenso wie bei ihrem Debütalbum „The Violet Tribe’s Ravishing Collection of Curios“ basieren die Liveauftritten der sechs Grazien zu dem neuen zweiten Album auf einer Tribal Bellydance Show. Mit ausgefallenen orientalischen Kostümen und Schmuck, wie direkt aus einem Jugendstilbild entstiegen, haben sie sich wieder eine fantasievolle Choreografie einfallen lassen.
Schon bei der Vorstellung ihres ersten Albums beim WGT 2010 in Leipzig (Standing Ovations) und auf dem WOD-Festival in Bielefeld im Februar 2011 haben sie uns eine neue Form und Mischung aus Livemusik verschiedenster Musikstile, meist mit orientalischem Einfluss, Burlesque und Bauchtanz-Performance mit Feder-Fächertanz geboten.

The Violet Tribe - Grand Hotel CD
Grand Hotel
Erstmals haben The Violet Tribe ihr neues extravagantes Album „Grand Hotel“ am 18.06.2011 auf der RÜ-Bühne in Essen vorgestellt . Eine Mischung aus Musiktheater, Bauchtanzshow und Panoptikum wurde in eine Geschichte um ein kurioses „Grand Hotel“ verpackt. Die einzelnen Szenen, bzw. Songs wurden dabei mit Biancas erfrischend natürlichem Charme anmoderiert. Jeder einzelne Song dreht sich um jeweils eines der verschiedenen Suiten und Räume und deren skurrile Bewohner und Gäste, begleitet durch eine Choreografie der einzelnen Tänzerinnen, wie:
Henneth Annun,
Miss Lily Qamar,
Svahara Aicanár
Arzo Renz
Mariam Ala-Rashi
und Cinnamon Star
Aber nicht nur tanzen können die 6 hübsch anzusehenden Damen, sondern auch musizieren und singen, u.a. auf Darbouka, Harfe, Duduk und E-Bass, unterstützt werden sie dabei vom Gitarristen Dr.P (Oliver Pietsch).
So verschieden wie die Themen der verschiedenen Suiten, so verschieden ist auch der jeweilige Musikstil der einzelnen Songs. Balkan Beats bis zu Balladen, barocken Elementen, Elektronik oder sogar eine Farinelli-Opernarie oder z.B. ein Auszug aus Shakespeare’s Macbeth und Texte von Bianca Stücker gibt es zu hören.
Ein Gesamtkunstwerk, dass hoffentlich auch bald als DVD erscheint, aber vorerst erscheint erst mal die CD:
Grand Hotel am 22.07.2011 bei Äquinoxe Records/Alive
und Violet Tribe sind live zu sehen:
27.08.11
Der Violet Tribe live beim Orientbazar Münster/D.
17.09.11
Der Violet Tribe live im Flüz K, Werne/D.
30.09.11
Der Violet Tribe live im Kultopia, Hagen/D.
29.10.11
Der Violet Tribe live beim 2. Oberrheinischen Tribalfestival, Offenburg/D.
20.05.12
Der Violet Tribe live beim Tribal Fest, Sebastopol/USA (t.b.a.).

Mehr Termine (Konzerte und Lesungen) findet Ihr hier: www.bianca-stuecker.de

Grand Hotel
ActII, SceneII (The Hotel Theater)
2. Starry Night (The Ballroom)
3. Herr Biedermeier
4. Schleifchen aus Stahl (The Girl’s Club)
5. Zarani (The Oriental Salon)
6. I Think No (The Hotel Bar)
7. Canción Del Pirata ( An Uninvited Guest Appears)
8. Spooky, Spooky (The Hotel Swamp)
9. Qual Guerriero in Campo Armato (The Opera)
10. The Gypsy Suite
11. Vive Le Noble Roy De France (The King’s Chamber)
12. The Baroque Suite
13. High Ideals (The Hotel Disco)
14. TVT has left the Building

www.theviolettribe.de
www.myspace.com/violettribe

Michaela, die Nebelkrähe

WOD-Festival

Auf dem kleinen, aber sehr gelungenem Festival der Künstleragentur WOD traten neben „The Violet Tribe“ so großartige Bands auf, wie: Qntal, Persephone und Bacio di Tosca.
Qntal begeisterte mit guter Laune auf und vor der Bühne und mit ihren großen und bekannten stimmungsvollen Hits. Bestechend waren dabei die ausgebildeten wunderbaren Stimmen von Sarah und Syrah, begleitet von Violine, Flöte und elektronischen Tönen und Bässen, und von Dr. Popp mit verschiedenen Saiteninstrumenten.
Faszinierend wirkte Persephone mit seltsam düster anmutendem Gesang aus der Unterwelt auf die lauschenden Zuhörer, romantisch begleitet von Cello und Klavier. Die ausdrucksstarke Sängerin Sonja Kraushofer ist bekannt von L’Ame Immortel.
Bacio di Tosca konnte auch anspruchsvollerem Publikum mit klassischem Gesang und Texten alter Dichter was bieten. Sehr schön untermalt wurde die Darbietung durch die Performance der Background-Tänzerinnen mit burlesquem Ballet, orientalischem Fächer-Schleiertanz und einer Feuershow .

In Bielefeld auf dem WOD-Festival gab uns Bianca Stücker ein Interview:
hier klick

Leidkläger – „Hunderttausend Gute Nacht“

Melancholisch und einfühlsam hat die neue Band um den ehemaligen Gitarristen von der “ Mittelalterband Dunkelschön“ Björn Scheuplein, Texte von Luise Hensel, Hermann Hesse (Steppenwolf) und Johann Wolfgang von Goethe musikalisch umgesetzt.
Zur neuen Gruppe gehören auch Katja Linzert und Verena Zirkelbach und neuerdings auch noch Nicolas von Stolzmann.
Bei „Hunderttausend Gute Nacht“ geht es um eher tragische Themen, wie die Zeit zum Sterben, den Tod, Abschied und Traurigkeit, das letzte Geleit und der Sehnsucht nach der Lebensquelle.
Der wehmütige Gesang wird untermalt von Gitarre, Nyckelharpa, Psalter, Cister, Chalmeau, Flöte, tragenden Klavierklängen und auch via Laptop- Sound.
Ausser beim Lied „Tanz“ ist diese leise und nachdenklich stimmende CD eher zum Zuhören als zum Abtanzen gedacht, eben wehklagend, wie der Name Leidkläger schon sagt.

erschienen bei Zerberus:

Leikläger- Hunderttausend Gute Nacht

1. Morgenlied
2. Die Zeit zum Sterben
3. Die Wahl
4. Steppenwolf
5. Der Ruf
6. Lebensquell
7. Aum
8. Tanz
9. Hunderttausend Gute Nacht

www.leidklaeger.de

von michaela, Die Nebelkraehe

Blackfield-Festival Gelsenkirchen

Blackfield-Festival – Amphi-Theater Gelsenkirchen 25. & 26.06.2011

Das vierte Blackfield-Festival in Gelsenkirchen lud ein und viele kamen!

Das als erstes in der Geschichte angekündigte „Zwillingsfestival“, bei der auf der Burg Querfurt das beinahe identische Lineup am gleichen Wochenende hätte stattfinden sollen, konnte, wegen der schwachen Vorverkaufszahlen in Querfurt, leider nicht so veranstaltet werden wie geplant.

Also galt es einmal mehr, sich auf Gelsenkirchen zu konzentrieren.

Der Samstag startete erst einmal mit einem Wehmutstropfen, dem Wetter. Ein Blick gen Himmel besagte, dass der Regen, welcher bereits am frühen Morgen einsetze, beständig bleiben und sich den ganzen Tag halten würde.

Das Lineup war auch in diesem Jahr sehen- und hörenswert!

Burn, Autodahfeh, Solar Fake -der Start in das diesjährige Festival war gelungen. Die Auftritte von Mono Inc., Rabia Sorda folgten und es wurde schon ordentlich vor der Bühne wie auch auf dem Gelände gefeiert. Das Amphitheater füllte sich, trotz den Wetters, stetig.

Erste Probleme gab es bei Apotygma Berzerk. Der Ton wollte nicht so, wie er sollte und Stephan war bei seinem ersten Song gar nicht zu hören und musste, nach Beheben der Störung, diesen erneut anstimmen.

IAMX, die mit ihrem neuen Album wieder einmal bewiesen haben, dass sie immer noch sehr wandelbar sind, haben einmal mehr eine fulminante Show geliefert. Chris Corner ist und bleibt auf der Bühne unerreicht und bietet, neben einem wunderbaren Erlebnis für die Ohren, auch etwas fürs Auge. Ein sehr gelungener Auftritt und sicher bereits einer der Highlights des frühen Abends an Tag 1.

And One beschlossen den ersten Tag. Leider fehlte dem Abschluss ein wenig Pepp. Man hatte den Eindruck, die Band sei nicht ganz bei sich und quälte sich eher durch den Auftritt.

Tag 2 am Sonntag versprach schon im Vorfeld weitaus besser zu werden, was das Wetter anbetraf. Es wurde ein sonnenreicher Tag und die noch am Vortag benutzten Regenschirme fanden als Sonnenschutz noch einmal Verwendung.

Die Band Sono, welche im letzten Jahr leider im Stau verbrachte und dadurch ihren Auftritt nicht bestreiten konnte, hat ihr damaliges Versprechen am Sonntag eingelöst und gab ihre Songs zum Besten. Allerdings mussten Rotersand ihren Auftritt leider schon im Vorfeld absagen. Ein grippaler Infekt zwang Sänger Rasc zu diesem Schritt. Als Ersatz fungierten Assemblage 23, die ihren Auftritt gut meisterten.

Die Letzte Instanz brachte mit ihrer Show in gewohnter Manier das Theater zum mitsingen und vor allem zum mittanzen. Danach freuten sich wohl alle auf den Auftritt von Combichrist, die live einfach besser sind, als auf ihrem Silberscheiben. Leider gab es, wie bereits am Vortag große Probleme mit der Technik, die bei Song Nr. 4 einfach aussetzte. Obgleich sich einige Techniker darum bemühten, die Instrumente der Band wieder mit Strom zu versorgen, gelang dies nicht und so mussten die vier ihren Auftritt beenden. Die Versuche von Andy LaPlegua, ein Akustik-Set zu starten, waren nicht von Erfolg gekrönt. Elektronische Musik ohne Strom ist einfach nicht machbar. Sehr, sehr schade!

Zum Glück brachte man die Technik bis zum Auftritt von Eisbrecher wieder zum laufen und Alexx und seine Jungs legten ihr Programm, wie gewohnt, hin.

Den Abschluss des zweiten Festival-Tages bestritten Schandmaul, die Eisbrecher leider nicht ganz das Wasser reichen konnten.

Alles in allem war das Blackfield-Festival 2011 wieder einmal sehr gelungen. Die technischen Probleme haben sicherlich einen kleinen bitteren Beigeschmack hinterlassen, da man dies von den Vorjahren nicht kannte. Für das Wetter kann der Veranstalter nicht, daher gilt dies zu vernachlässigen und hat auch der Stimmung sicherlich keinen Abbruch getan.

Das Drumherum des Festivals war ähnlich wie die Jahre zuvor, wobei es leider nicht ganz so viele interessante Dinge zu sehen gab, wie sonst. Für das leibliche Wohl allerdings wurde wie immer gut gesorgt.

Das 5. Blackfield-Festival gibt es am 23. & 24.06.2012 veranstaltet und mit Sicherheit wird es wieder ein paar große Namen auf der Lineup-Liste geben und erneut viele Besucher an den schönen Kanal im Ruhrpott locken.

Katharina von Kleve

Faun – „Eden“

Das 7. Album im 11. Jahr nach der Gründung von Faun ist da.

Die fünf Münchner arbeiten bereits seit vier Jahren an „Eden“, denn schon 2008 entstanden die ersten Lieder. Seitdem gab es zweimal eine Umbesetzung bei einem weiblichen Bandmitglied und nun ist Rairda seit Anfang 2010 fester Bestandteil der Band.

Eden

Mit „Eden“ ist den Ausnahmekünstlern einmal mehr ein kleines Kunstwerk gelungen und wird nahtlos an die Vorgänger „Totem“ und „Buch der Balladen“ anknüpfen. Das Album befasst sich mir der Thematik des Garten Eden, der in vielen Kulturen und Mythologien eine große Rolle zu spielen scheint.
Wir hören keltische Harfen, irische und arabische Lauten, die schwedische Schlüsselfidel und auch Drehleiher, Dudelsack, Flöte und Perkussion werden einmal mehr gekonnt mit dem oft mehrstimmigen Gesang von Oliver SaTyr, Fiona und Rairda verbunden.

Wir können zwei schönen auf Deutsch vorgetragenen Stücken lauschen, aber auch englische, norwegische, finnische und türkische Weisen werden vorgetragen und entführen den Hörer in die sagenumwobene Welt des Paradieses „Eden“.

„Lupercalia“ ist als Auftakt auf diesem Album gut gewählt, da es uns direkt zu Beginn signalisiert, wo es auf dieser Reise hingehen könnte.

„Zeitgeist“ ist eine sehr schön erzählte Ballade mit ein paar tollen Höhepunkten und eines der schönsten Stücke auf „Eden“.

„The Butterfly“ und „Polska Fran Larsson“ sind zwei instrumental vorgetragene Stücke.
Am meisten jedoch sind Balladen auf diesem Kleinod zu finden die bei „Golden Appels“, „Pearl“ und „Hymn To Pan“ zum träumen einladen.

Das Album ist mit 72 Minuten das bislang längste der Band. Es kann bei dem Einen oder Anderen Stück vorkommen, dass es länger ist, als es diesem gut tut, denn zu viel Melancholie kann schnell langweilig wirken. Mehr Rhythmus und schnellere Sequenzen, die durchaus großen Eindruck schaffen, hätten sicher nicht geschadet.

Aber das bedeutet nicht, dass dieses Album nicht qualitativ hochwertige Kunst ist. Im Gegenteil. Es gibt viel Abwechslung und für jeden Faun-Fan ist mit Sicherheit etwas dabei, bei dem er mitgehen kann. Und das ist die Hauptsache bei schöner Musik.

„Eden“ kommt genau da an, wo es muss, nämlich tief im Innern und wer sich traut einzutauchen, wird sehr viel Spaß an den gesammelten Schätzen der Band haben, die den „Pagan-Folk“ einmal mehr eindrucksvoll zum klingen gebracht haben.

Katharina von Kleve

Schöngeist

Die Gruppe Schöngeist bezeichnet sich selber als moderne deutsche Rockband. So ist auch das neue Album „Keine Zeit“ komplett in Deutsch geschrieben. Als gebürtiger Bayer mit türkischen Wurzeln ist Sänger Timur Karakus ein Kosmopolit in dritter Generation und lässt auf spielerische Art und Weise orientalische und abendländische Musik zusammenfließen und trügt so auf seine ganz eigene Art zum Thema Integration bei.
Zu Recht haben Schöngeist, gegründet 2006, deshalb für ihr interkulturelles Schaffen in diesem Jahr die Deutsche Musikförderung erhalten.
„Keine Zeit“ befasst sich mit einem Problem, das alle Kulturen gleichermaßen betrifft, nämlich einer immer schneller durchs Leben hetzenden Menschheit.
Auf der CD-Release Party am 12.02 im Zwischenfall, Bochum durften wir Timur dazu interviewen.
Hier geht es zum Interview: Klick

Dazkarieh “ Ruido do Silencio“

Dazkarieh, der geheimnisvoll klingende Name des Quartetts aus Lissabon ist ein Kunstwort einer Fantasiesprache, die die 1999 von Vasco Ribeirio Casais gegründete Band selbst erfunden hat.
Ihre Musik nennt man Nu Portuguese Folkrock. Als Weltmusik im Allgemeinen einzuordnen, besteht sie teilweise aus selbstgeschriebenen Songs, aber auch aus traditionellen portugiesischen Liedern, die aber trotzdem nichts mit der alten Fado-Tradition zu tun hat.
Auch auf dem neuesten Album „Ruido do Silencio“ bedienen sich die Weltmusiker wieder zahlreicher traditioneller Instrumente aus den verschiedensten Kulturkreisen, wie die griechische Bouzouki die schwedische Nickelharpa, die arabische Darabuka, ein keltischer Dudelsack und eine Drehleier. Aber auch elektronische Elemente mit verzerrtem Gitarrensound, Hall- und Delay- Effekten und rockige Drums tauchen in manchen Stücken auf.
So ist das Album „Ruido do Silencio“ zu einer einzigartigen und ungewöhnlichen Mischung von Melodien und Rhytmen aus alter portugiesischer Tradition und Instrumenten anderer Kulturkreise zusammengewachsen, teilweise melancholisch, getragen und verträumt, aber dabei doch immer sehr rhytmisch bis lebensfroh und tanzbar bis hin zu rockig harten Klängen. Getragen wird dieser außergewöhnliche so typische Dazkarieh-Sound immer von der orientalisch anmutenden Stimme der Sängerin Joana Negrao.

Am 4. März erscheint bei Gallileo Music das neue Modern-Folk Album von Dazkarieh

„Ruido do Silencio“

Tracks
1. Llaré dos cinco sentidos
2. Sons de pó
3. Mazurka da Água
4. Tempo chao
5. Da minha janela
6. Moda da ceifa I
7. Moda da ceifa II
8. Manhazinha de S. Joao
9. Repasseado da calcada
10.Nas tuas maos
11.Légua da póvoa
12.Ruido do siléncio

Dazkarieh Live:
10.03.2011 Folk Club, Zürich/CH
11.03.2011 Spielboden Dornbirn/A
12.03.2011 Spitalkeller Offenburg
13.03.2011 Tollhaus Karlsruhe
15.03.2011 Schlachthof Kassel
16.03 2011 naTo Leipzig
17.03 2011 Crystal Club Berlin
18.03.2011 Speicher Husum
19.03.2011 Weltblick Bugewitz
20.03.2011 Dreikönigskirche Dresden

www.dazkarieh.com

Qntal und Corvus Corax

Selb 2010
Das Mediaval- Festival in Selb ist das größte Mittelalterfestival in Europa und hat unbestreitbar das größte Aufgebot an namhaften Mittelalterbands. Ein Highlight jagt das Andere, wobei man gar nicht mehr sagen kann, wer jetzt eigentlich Headliner ist, weil alles nur vom Feinsten ist. Angefangen bei Faun, Omnia, Valravn, Irfan, Haggard, Al Andaluz Project,
des Teufels Lockvögel, Schelmish und Tanzwut, aber auch noch unbekanntere Spielleute wie Omdulö und exotische Besonderheiten, wie Transmongolia, die mit traditionellem mongolischem Kehlkopfgesang begeisterten.
Aber auch Qntal und Corvus Corax durften natürlich auf diesem Festival der Superlativen nicht fehlen.
Michael Popp von Qntal und Norri und Castus von Corvus Corax haben sich die Zeit genommen uns ein Interview aus
dem Backstage zu geben.

www.festival-mediaval.com